Die Rolle rückwärts

Als ich im Mai 2021 eine kleine und leichte Panasonic Lumix DMC-G2 im Micro Four Thirds-Format in die Hände bekam, stand für mich fest, dass das mein neues System wird. Sehr gut ausgestattete Kameras mit einer sehr guten Bildqualität. Auf die G2 folgten eine G70 und eine G81. In Verbindung mit den originalen Objektiven ein Schritt in die Zukunft. An die „kleinen“ Unterschiede in Bedienung und Handling werde ich mich schon gewöhnen.

Es folgten drei Urlaube voller interessanter Erlebnisse und Motive. Die entstandenen Bilder waren alle gut bis sehr gut. Technisch gab es nichts auszusetzen. Indes, an die „kleinen“ Unterschiede in Bedienung und Handling konnte ich mich nicht gewöhnen. Alles war so filigran und leichtgängig, ein unbeabsichtigter Griff und schon war alles verstellt. Am meisten störte mich dieser vermaledeite Displaybutton. Da, wo bei einer richtigen Kamera der Daumenballen ruht, sitzt bei Panasonic ein nicht arretierbarer Knopf, welcher das Display um-, aus- oder einschaltet. Alle Augenblicke gab es eine neue oder gar keine Anzeige!
Das zweite große Manko ist die fehlende Lock-Funktion für den Fokuspunkt. Kurz gesagt, die Konzentration lag stets auf der Bedienung der Kamera und nicht beim Motiv.
So hatte ich mir das nicht vorgestellt!

Nach Prüfung der Gebrauchtpreise bei eBay gab es nur einen Schluss: das Zeug muss weg und der Erlös fließt in eine neue (gebrauchte) Nikon-Ausrüstung.
Da ich ein ordentlicher Mensch bin und pfleglich mit den mir anvertrauten Sachen umgehe, konnte ich das Panasonic-Zeug sehr gut verkaufen und mir nach intensiver Recherche zwei Nikon-Bodys und drei Objektive in Top-Zustand ersteigern. Ein leichtes Plus sprang dabei auch noch raus.

Jetzt habe ich eine Nikon D7100, eine D5300 mit einem 16-85er Normalzoom sowie ein Weitwinkel und ein Teleobjektiv.
Alles wird wieder gut!

Nikon D7100

Energiefabrik Knappenrode

Im Urlaub nur auf der faulen Haut liegen ist nicht unsere Sache. Stets sind wir auf der Suche nach neuen, vielleicht noch nicht so bekannten Sehenswürdigkeiten. Die Energiefabrik Knappenrode zählt zweifellos dazu.

Ich muss ehrlich zugeben, es ist die interessanteste Museumsanlage, die wir je besucht haben. Auf dem riesigen Areal einer alten Brikettfabrik ist die Geschichte der Lausitzer Braunkohle anschaulich dargestellt. Tagebau, Energiegewinnung und Brikettproduktion werden sowohl im Modell als auch originalen Exponaten gezeigt. Der Rundgang ist dabei so genial miteinander verwoben, dass meint meint, eine „Schicht zu fahren“.

Wer also einmal in der Gegend ist, sollte der Energiefabrik Knappenrode unbedingt einen Besuch abstatten. Von Bautzen, Dresden, Görlitz oder dem Spreewald ist es nicht weit.

Schöne Burg

Die Schönburg in Schönburg bei Naumburg ist eine schöne Burg. Fünf Kilometer vor den Toren der Stadt Naumburg erhebt sie sich auf einem Fels aus Buntsandstein über das Saaletal. Die ehemalige Bischofsburg wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Vom 32m hohen Bergfried hat der Besucher einen herrlichen Blick ins nahe Naumburg sowie über das Saaletal. Ein Besuch, der sich lohnt. Die Burg erfreut sich als Hochzeitslokalität großer Beliebtheit, wovon unzählige Rebstöcke am Portal künden.
Link: https://www.schoenburg.de/

Landschaftspark Schloss Steinburg

Warum denn in die Ferne schweifen … auch vor der Haustür gibt es interessante Plätze zu finden. In diesem Fall ist es wohl eher ein Lost Place.

Unweit von Eckartsberga auf dem Höhenzug der Finne gelegen findet sich das kleine Örtchen Steinburg und eine gleichnamige Schlossanlage. Schloss und Parkanlage lassen eine frühere Schönheit nur noch erahnen, dennoch bieten sich dem Besucher idyllische, weitläufige und vor allem ruhige Wege. In dieser hektischen Welt eine Erholung für die Seele.

Erinnerungen in Pastell │ Ägypten, meine Sehnsucht

Nach einem ersten Besuch im Januar 2017 führte mich bzw. uns die Faszination Ägypten noch drei weitere Male in das Land zwischen Nil und Rotem Meer. Es ist diese einmalige Mischung aus Geschichte, Tradition, Klima, Natur und Menschen, welche das Land der Pharaonen so reizvoll machen.
Das Spannende an der Sache ist auch, dass man das Erlebte als „nicht zu Ende erlebt“ erfährt. Bei jeder Begegnung mit Land und Leuten erwächst die Sehnsucht, das noch einmal zu sehen. Mit neuem, besseren Blick!

Bis die Einschränkungen durch Covid 19 SARS-CoV-2 endlich einmal zu Ende sind, leben wir eben in der Erinnerung …

An der Saale hellem Strande …

… stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind zerfallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

Gerade in den Zeiten von Corona-Beschränkungen und eingeschränkter Reisefreiheit ist es optimal, die Schönheit der Heimat bzw. der näheren Umgebung einer intensiven Betrachtung zu unterziehen. Das man dabei Wissensvermittlung und Gesundheitsvorsorge sprich Bewegung ideal verbinden kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

So führte uns der Weg an die Saale, genauer gesagt nach Bad Kösen, wo zwei mittelalterliche Burgruinen auf Besucher warten. Zur Rudelsburg führen mehrere Wege, bequem mit dem Auto oder leichter Spaziergang.
Wir wählten jedoch die harte Tour. Im Ortsteil Saaleck, direkt am Anleger der Fahrgastschiffe, beginnt ein ca. 700 m langer, sehr steiler und teils unwegiger Aufstieg zur Rudelsburg. Hat man diesen Weg bewältigt, bekommt das Gefühl der Burgeroberung gleich eine richtige Bedeutung.

Auf der Burg entschädigen Landschaft und Anlage für die Mühen. Besonders gefällt der traumhafte Ausblick ins und über das Saaletal.
Leider ist damit bald Schluss! Noch im Jahr 2020 beginnen die Bauarbeiten für die Bundesstraße 87N und von Stendorf Richtung Kleinheringen wird eine 60 m hohe und 730 m lange Brücke das Saaletal für immer schänden. Ein Frevel am geplanten Welterbe!
Also genießt den unverbauten Anblick, solange es noch geht.

Dornburger Schlösser

Nördlich der Universitätsstadt Jena, auf dem Muschelkalkplateau über Saale liegt die Stadt Dornburg mit ihrem einzigartigen Ensemble von drei Schlössern unterschiedlicher Epochen. Mit seinen in herrlichem Pastell gehaltenen Gebäuden und der wunderbaren, sehr gepflegten Gartenlandschaft bieten die Dornburger Schlösser zu jeder Jahreszeit ein Höchstmaß an Erholung und ebenso viele Fotomotive.

Zur Bockwindmühle nach Krippendorf

https://www.komoot.de/tour/170080083?ref=wtd

Jedes Jahr Pfingstmontag, zum Deutschen Mühlentag, hörte ich von der Bockwindmühle Krippendorf. Krippendorf? Wo liegt denn das? Komme ich eh nie hin!

Mit dem E-Bike wagte ich nun die Tour nach Krippendorf und musste erschrocken feststellen, dass Krippendorf ja nur 12 km von zuhause entfernt ist. Also musste die Tour erweitert werden, um den neuen Radweg von Kötschau nach Kapellendorf zu suchen und testen. So wurde es eine wunderschöne Tour in der erwachenden Natur.